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Wie äußert sich Schizophrenie?

Die Symptome (Zeichen der Krankheit) und die Frühwarnsymptome sind bei den Patienten sehr unterschiedlich. Sogar beim selben Patienten können zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Erkrankung völlig verschiedene Symptome auftreten. Meistens lassen sich dann erst im Rückblick bestimmte Auffälligkeiten, die der Erkrankung vorausgingen, als sogenannte Frühwarnsymptome erkennen. Diese können der eigentlichen Krankheit Wochen, Monate und sogar Jahre vorausgehen.

Frühe Warnzeichen

Die frühen Krankheitszeichen sind oft sehr unspezifisch: Viele Patienten sind gereizt, innerlich unruhig und fühlen sich angespannt oder bedrückt; oft leiden sie unter einer unbestimmten Angst. Konzentrationsstörungen, umständliches Denken und das „Abreißen“ von Gedanken können ebenfalls frühe Warnzeichen sein. Manche Patienten klagen über eine zunehmende Geräusch- und Lärmempfindlichkeit, andere leiden unter Schlaflosigkeit und haben wenig Appetit. Viele nehmen ihre Umwelt verändert wahr, fühlen sich nicht mehr verstanden und ziehen sich privat und beruflich zurück.

Natürlich muss nicht jede Verstimmtheit, Unruhe oder vorübergehende Schlaflosigkeit den Beginn einer Schizophrenie bedeuten. Bei diesen Anzeichen kann es sich um vorübergehende Erscheinungen oder um Reaktionen auf belastende Lebensereignisse handeln. Manchmal jedoch können sie auch frühe Anzeichen für eine sich anbahnende schizophrene Erkrankung oder einen Rückfall sein. Menschen mit erhöhter Anfälligkeit müssen besonders darauf achten, im Gleichgewicht zu bleiben und sollten solche Warnzeichen ernst nehmen, vor allem dann, wenn mehrere gleichzeitig auftreten.

Krankheitszeichen

Die häufigsten Krankheitszeichen (Symptome), die bei einer schizophrenen Psychose vorkommen können, werden in zwei Gruppen unterteilt: Positivsymptome und Negativsymptome. Mit positiv ist nicht erfreulich gemeint, sondern zusätzlich zum Normalzustand; negativ bedeutet einen Mangel im Vergleich zum Normalzustand bzw. zum Befinden an gesunden Tagen. In unterschiedlichen Phasen der Erkrankung überwiegen jeweils Positiv- oder Negativ-Symptome. Dabei müssen durchaus nicht alle der hier aufgeführten Symptome vorhanden sein. Häufig treten nur jeweils eines oder zwei der Symptome auf.

Positiv-Symptome

Negativ-Symptome