Dies ist die Druckversion der Seite:  Verlauf von Schizophrenie

Verlauf von Schizophrenie

Der Verlauf der Schizophrenie ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich. Man unterscheidet jedoch in der Regel drei verschiedene Phasen:

Prodromalphase

Als Prodromalphase bezeichnet man das Frühstadium einer Erkrankung. In dieser Phase treten häufig Negativ-Symptome auf – mit einer allmählichen Veränderung der Stimmung und des Verhaltens, wie sie unter „frühe Warnzeichen“ beschrieben sind. Viele Menschen, die schon wissen, dass sie an Schizophrenie erkrankt sind, lernen, diese Frühsymptome als Warnzeichen für einen Rückfall der Erkrankung zu erkennen. Eine Überprüfung der Behandlung in dieser frühen Phase kann das Auftreten eines schädlichen Rückfalls verhindern.

Akute Psychose

Während dieser Phase werden Positiv-Symptome wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder zerfahrenes Denken deutlich erkennbar. Es kann zu einer Krisensituation kommen. Typisch für die Erkrankung ist, dass der Patient möglicherweise gar nicht versteht, dass er krank ist. Während einer akuten Psychose ist eine Klinik oft der beste Aufenthaltsort. Hier wird der Patient untersucht und eine wirksame Therapie eingeleitet.

Residualphase

Sobald die Therapie wirkt, erleben die meisten Betroffenen eine Stabilisierung ihres Zustands. Die akuten Symptome verschwinden allmählich. Manche Negativ-Symptome, z. B. Antriebsmangel oder sozialer Rückzug, können bestehen bleiben. Bei manchen Patienten können sie sehr rasch verschwinden. Sie sind dann beschwerdefrei. Bei anderen bleiben die Negativsymptome möglicherweise dauerhaft bestehen. Diese Phase kann viele Jahre dauern, manchmal auch mit Rückfällen in die akute Phase. Bei konsequenter medikamentöser Behandlung und Unterstützung können viele Betroffene diese Rückfälle auf ein Minimum reduzieren. Zum Schutz vor Rückfällen stehen auch moderne Depotpräparate zur Verfügung. Diese werden als Spritze, z.B. alle vier Wochen verabreicht. Erfahren Sie hier mehr über Depotpräparate