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Verlauf Bipolarer Störungen

Wenn man andere Menschen mit Bipolaren Störungen kennenlernt, etwa in einer Selbsthilfegruppe, wundert man sich vielleicht, wie stark sich ihre Geschichten unterscheiden. So vielfältig wie wir Menschen sind, so verschieden können Bipolare Störungen in Erscheinung treten. Es gibt ausgeprägte depressive und manische Erkrankungsepisoden. In anderen Zeiträumen können Betroffene (weitgehend) symptomfrei sein, so dass sie zum Beispiel noch ihrer Arbeit nachgehen können.
Weniger ausgeprägte Phasen bezeichnen Ärzte als Hypomanie bzw. leichte Manie und Dysthymie bzw. leichte Depression.

Im Fall der sogenannten gemischten Episode können manchmal sogar Zeichen einer Depression und einer Manie gleichzeitig auftreten. Das ist etwa dann der Fall, wenn man niedergeschlagen und freudlos ist und gleichzeitig aber Reizbarkeit, Gedankenbeschleunigung und Unruhe vorliegen.

Bipolare Störungen zeichnen sich dadurch aus, dass Zeiten sehr niedergeschlagener Stimmung und Zeiten extremer Hochstimmung aufeinanderfolgen. Wie lange und wie oft sie aufeinanderfolgen, ist allerdings von Patient zu Patient unterschiedlich. Ärzte unterscheiden dabei im Wesentlichen vier Verlaufsformen.

Bipolar-I-Störung: die „klassische“ manisch-depressive Erkrankung

Bei der ersten Form treten sowohl Phasen der schweren Depression als auch der schweren Manie auf. Zwischen diesen Phasen sind Betroffene weitgehend gesund. Dabei ist die Reihenfolge nicht immer gleich, wobei die Erkrankung meist mit einer Phase der Depression beginnt. Es können auch zunächst mehrere depressive Phasen auftreten, bevor eine Phase der Hochstimmung auftritt. Diese Form der Bipolaren Störung entspricht der „klassischen“ manisch-depressiven Erkrankung und wird von Fachleuten auch als Bipolar-I-Störung bezeichnet.

Bipolar-II-Störung

Bei der zweiten Form machen sich in erster Linie wiederkehrende depressive Episoden bemerkbar. Darüber hinaus kommt es mindestens einmal zu einer Phase von Hypomanie. Diese Form der Bipolaren Störung wird häufig als reine Depression verkannt, weil die weniger schwere Hypomanie oft nicht als solche erkannt wird und Betroffene sie nicht als solche wahrnehmen. Fachleute bezeichnen diese Form der Bipolaren Störung als Bipolar-II-Störung.

Rapid Cycling

Eine Sonderform einer Bipolaren Störung stellt das sogenannte Rapid Cycling dar, übersetzt „schneller Phasenwechsel“. In diesem Fall treten in mehr oder weniger rascher Folge Phasen der Depression und Phasen der Manie oder Hypomanie innerhalb von kurzer Zeit auf, mindestens aber vier Phasen innerhalb eines Jahres.

Zyklothymie

Unter Zyklothymie verstehen Ärzte eine der manisch-depressiven Krankheit ähnliche psychische Erkrankung, bei der aber das Auf und Ab der Gefühle weniger stark ausgeprägt ist. Die Stimmungsschwankungen werden zwar als belastend empfunden, sie beeinträchtigen aber zum Beispiel den Beruf oder das Zusammenleben mit anderen weniger. Eine solche Erkrankung mit Zeiten etwas gehobener Stimmung und leichteren depressiven Phasen muss mindestens zwei Jahre bestehen, um als Zyklothymie bezeichnet zu werden. Manchmal geht eine Zyklothymie einer Bipolar-I- oder Bipolar-II-Störung voraus.

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    Otsuka - Lundbeck